Mit Links zum
Gestapo-Protokoll und zum
Schweizer Ermittlungs- bericht
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| 4.1.1903 | |
Georg Elser wird geboren in
Hermaringen (Oberamt Heidenheim/Württemberg)
als ältester Sohn der Maria Müller (*1879, 1960), Tochter eines Wagners und Landwirts aus
Hermaringen.
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| 1904 | |
Maria Müller heiratet Georg Elsers Vater Ludwig Elser (*1872, 1942), Holzhändler und Landwirt aus Königsbronn.
Umzug zum Vater nach
Königsbronn
in die Aalener Straße 12, wo Georg Elser bis 1925 wohnt.
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Mutter um 1939. Leonhard um 1919. Friederike, Anna, Maria um 1940.
Fünf Geschwister: Friederike (*1904, )
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Maria (*1906 ,)
,
Ludwig (*1909, 1915), Anna (*1910, )
,
Leonhard (*1913, 2004).
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| 1910-1917 | |
Volksschule in Königsbronn: Georg Elser ist ein mittelmäßiger Schüler mit überdurchschnittlicher Leistung in Rechnen, Zeichnen
und Schönschreiben.
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In der Volksschule. Elternhaus in Königsbronn.
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| 1917 | |
Ein halbes Jahr Landwirtschaftsgehilfe bei den Eltern Georg Elsers in Königsbronn.
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| 1917-1919 | |
Lehre als Eisendreher im Hüttenwerk Königsbronn, die Georg Elser aus gesundheitlichen Gründen abbricht.
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Um 1920. Mit Tanzstundenpartnerin Gertrud Bauer 1922.
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| 1919-1922 | |
Schreinerlehre in Königsbronn bei Robert Sapper.
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| 1922-1923 | |
Gesellenprüfung Georg Elsers an der Gewerbeschule Heidenheim als Jahrgangsbester. Schreinergeselle bei Robert Sapper.
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| 1923-1925 | |
Arbeit bei der Möbelfabrik Paul Rieder in Aalen
,
im Holzhandel und der Landwirtschaft der Eltern Georg Elsers in Königsbronn
,
bei der Möbelschreinerei Matthias Müller in Heidenheim
und nochmals bei den Eltern.
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| 1925 | |
Auf Wanderschaft.
Tätigkeiten bei der Schreinerei Wachter in Bernried bei Tettnang
und bei Dornier in Manzell bei Friedrichshafen.
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| 1925-1932 | |
Aufenthalt Georg Elsers in Konstanz von
August 1925 bis Mai 1932. Wohnungen in der Inselgasse 15, Sankt-Gebhard-Straße (in der Nähe des heutigen Georg-Elser-Platzes)
und Fürstenbergstraße 1.
August 1925 bis 1929 Schreiner bei der Uhrenfabrik in Konstanz, Fischenzstraße 1.
1929 Schreinergeselle bei der Schreinerei Schönholzer in Bottighofen (Schweiz).
Ende 1929/Anfang 1930 bis Frühjahr 1932 Schreiner bei der Uhrenfabrik Rothmund in Meersburg.
Bei deren Konkurs erhält Georg Elser anstelle ausstehenden Lohns
mehrere Uhrwerke. Zwei dieser Uhrwerke verwendet er für seine Zeitbombe im Bürgerbräukeller.
Frühjahr bis Mai 1932 Schreinergeselle bei Zimmermann in Meersburg.
1926 Eintritt Georg Elsers in den Trachtenverein "Oberrheintaler"
und später in den Trachtenverein "Alpenrose" in Konstanz.
Mitgliedschaft im Zitherclub Konstanz.
Angebliche Mitgliedschaft bei den Konstanzer Naturfreunden.
1928 Vorstellung und nicht angenommenes Stellenangebot Georg Elsers bei der Möbelfabrik Kreuzlingen, Inhaber A. Lutz.
1928/1929 Eintritt Georg Elsers in den kommunistischen
Roten Frontkämpferbund
in Konstanz. Georg Elser wird Mitglied in der Holzarbeitergewerkschaft.
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Um 1929. Rechts mit Freundin Mathilde Niedermann und Bruder Leonhard.
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Verhältnis Georg Elsers mit der Zuschneiderin Hilde Lang,
die wie Georg Elser Mitglied im "Freien Abstinentenverein Kreuzlingen" ist.
Verhältnis Georg Elsers mit der Kellnerin Mathilde Niedermann.
Schwangerschaft.
Lebensmitteleinkäufe Georg Elsers in der Schweiz.
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| | Mathilde Bühl geb. Niedermann mit
Georg Elsers Sohn Manfred um 1936.
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1930 Geburt von Georg Elsers nichtehelichem und einzigen Sohnes Manfred.
Die Unterhaltszahlungen an Mathilde Niedermann zahlt Georg Elser höchst widerwillig.
Durch Heirat und nachträgliche Legitimation ihres Sohnes wächst dieser als
Manfred Bühl auf. Manfred stirbt 1997.
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In Meersburg 1932.
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| 1932 | |
Im Mai Umzug Georg Elsers nach Meersburg.
Bis August in Meersburg Gelegenheitsarbeiten als Schreiner.
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| 1932-1939 | |
Im August 1932 Rückkehr Georg Elsers nach
Königsbronn,
wo Georg Elser bis Mai 1939 wohnt.
Bis Frühjahr 1936 Mitarbeit im elterlichen Betrieb. Nebenverdienst als selbständiger Schreiner
durch Anfertigen von Möbeln und Standuhren.
Unterschrift auf Rechnung für Schreinermeister Grupp 1933.
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1933 Eintritt Georg Elsers in den Königsbronner Zitherclub.
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1932 im Wental (2.v.r.) bei Steinheim 1936.
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| 1936 | |
Nach dem Verkauf des Anwesens der Eltern von Georg Elser Umzug zur Familie Härlen, kleine Werkstatt im Keller.
Schreinergeselle bei Schreinermeister Grupp in Königsbronn.
Verhältnis Georg Elsers mit Elsa Härlen, geb. Stephan (* 1911).

Firma Erhard Armaturen in Heidenheim
Dezember 1936 bis März 1939 Hilfsarbeiter in der Armaturenfabrik Waldenmaier (heute Erhard Armaturen)
in Heidenheim als Gussputzer und in der Versandabteilung.
Seit 1938 Kenntnis hat Georg Elser einer geheimen "Sonderabteilung" für Rüstungsproduktion.
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| 1937 | |
Umzug in das neue Haus der Eltern Georg Elsers in der Wiesenstraße 4 (damals: Sumpfwiesenstraße 37) in
Königsbronn.
Im Keller Einrichtung einer provisorischen Werkstatt.
8.-9. November 1938 erste Reise Georg Elsers nach München: Besuch der Gedenkveranstaltung zum Hitler-Putsch von 1923
im Bürgerbräukeller.
Entschluss, ein Jahr später dort ein Attentat auf Hitler durchzuführen.
Fahrt nach Konstanz mit dem vermeintlichen Ergebnis, nach dem Attentat werde ein illegaler Übertritt in die Schweiz möglich sein.
Georg Elser entwendet bei der Armaturenfabrik Waldenmaier Pulver und Zünder.
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| April 1939 | |
4.-12. April 1939 zweite Reise Georg Elsers nach München: Präzisierung der Pläne.
April bis Mai 1939 Hilfsarbeiter im Steinbruch von Georg Vollmer in Königsbronn-Itzelberg.
Georg Elser erwirbt Kenntnisse in der Sprengtechnik. Er entwendet Sprengpatronen und Sprengkapseln.
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Um 1938. Steinbruch Vollmer in Itzelberg um 1930 und heute. Um 1939.
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| Mai 1939 | |
Am 4. Mai 1939 Umzug Georg Elsers nach
Heidenheim-Schnaitheim
zur Familie Schmauder in der Benzstraße 18. Wohnung und provisorische Werkstatt
in der Doppelhaushälfte der Tochter Frau Schaad in der Benzstraße 16.

Benzstraße 18 und 16 in Heidenheim-Schnaitheim.
Nach einem Arbeitsunfall bei Georg Vollmer widmet sich Georg Elser von Mai bis Anfang August 1939 ausschließlich Vorbereitung des Attentats.
Sprengversuche im Obstgarten der Eltern von Georg Elser in Königsbronn.
Zeichnerische Lösung der technischen Probleme der "Höllenmaschine" und Bau eines Modells.
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München 1939. Rosa Lehmann.
Zeitzeugin.
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| August 1939 | |
Am 5. August Übersiedlung Georg Elsers nach München.
Bis Ende August Wohnung in der Blumenstraße 19 bei der Familie Baumann.
Am 1. September Umzug Georg Elsers in die Türkenstraße 94 zur Familie Lehmann.
In über 30 Nächten im Bürgerbräukeller
hölt Georg Elser die Säule aus, vor der das Rednerpult Hitlers stehen wird.
Tagsüber Fertigstellung der "Höllenmaschine".
Beschaffung verschiedener Komponenten bei Handwerkern und Geschäften.
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Nachbau der "Höllenmaschine".
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| 1.-5.11.1939 | |
Auszug Georg Elsers aus der Wohnung in der Türkenstraße.
Einbau der "Höllenmaschine" im Bürgerbräukeller. Übernachtung im Freien sowie
im Lager des Schreiners Johann Brög in der Türkenstraße 59.
Abschluss der Arbeiten am 5. November.
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Schwester Maria Hirth mit Sohn Franz und Mann Karl Stuttgart um 1932.
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| 6.11.1939 | |
Besuch Georg Elsers bei der Schwester Maria, verheiratet mit Karl Hirth, in Stuttgart,
um bei ihr seine Habe unterzustellen.
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| 7.11.1939 | |
Zurück nach München zur Überprüfung des Mechanismus.
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Zerstörter Bürgerbräukeller. Festnahme in Konstanz. |
| 8.11.1939 | |
Fahrt Georg Elsers über Friedrichshafen nach Konstanz.
20.45 Uhr Festnahme Georg Elsers durch eine Zollstreife in Konstanz, wenige Meter vor der Grenze zur Schweiz.
21.20 Uhr Explosion der Bombe im Bürgerbräukeller in München: 8 Tote und 63 Verletzte,
aber Hitler hatte den Saal um 21.07 Uhr verlassen.
23.00 Uhr Fernschreiben aus München, alle Grenzstellen seien zu schließen und scharf zu überwachen.
Elser wird in der Konstanzer Gestapo-Zentrale in der Mainaustraße 29 bis in den frühen Morgen verhört.
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| 9.11.1939 | |
Verlegung Georg Elsers nach
München in die Staatspolizeileitstelle im
Wittelsbacher Palais in der Brienner Straße (Ecke Türkenstraße).
Wittelsbacher Palais. Heydrichs Rundschreiben. Zeitzeugin.
In Venlo an der niederländisch-deutschen Grenze entführt ein deutsches SS-Sonderkommando zwei britische Geheimdienstoffiziere.

www.venlo-zwischenfall.de
Dieses Ereignis geht als
Venlo-Zwischenfall
in die Geschichte ein. Der Secret Service wird von der
Nazipropaganda
von Anfang an als Drahtzieher des Attentats beschuldigt.
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Fahndungsfoto. Vernehmung bei der Gestapo.
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| 11.11.1939 | |
Vernehmung Georg Elsers durch die "Sonderkommission Bürgerbräuattentat".
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Heinrich Himmler, Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei (Mitte) mit den Ermittlern. Von links: Franz Josef Huber, Arthur Nebe, Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Heinrich Müller. |
| 12.11.1939 | |
Gegenüberstellung Georg Elsers mit dem Personal des Bürgerbräukellers.
Misshandlung unter Beteiligung von Heinrich Himmler,
Reichsführer SS und Chef der Deutschen Polizei.
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| 13.11.1939 | |
Erstes Geständnis
in der Nacht zum 14.11.1939.
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| 15.11.1939 | |
Schriftliches Geständnis von Georg Elser. |
| 16.11.1939 | |
Verlegung von Georg Elser nach Berlin in das Geheime Staatspolizeiamt in der Prinz-Albrecht-Straße.
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Kahlgeschoren. Mit Folterspuren. Offizielle Berichterstattung.
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| 19.-23.11.1939 | |
Vernehmung bei der Gestapo in Berlin.
Am 22.11.1939 erfolgt die
offizielle Berichterstattung über Georg Elser als Attentäter.
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| Anfang 1940 | |
Die Schweizer Bundespolizei beantwortet einen Fragenkatalog der Gestapo zu Georg Elser. Der
Schweizer Ermittlungsbericht
zum Fall Georg Elser ist eine weitere wertvolle Quelle für die Georg-Elser-Forschung.
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| Anfang 1941 | |
Verlegung von Georg Elser als Sonderhäftling in das KZ
Sachsenhausen nördlich von Berlin.
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KZ Sachsenhausen. KZ Dachau.
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| Anfang 1945 | |
Verlegung von Georg Elser als Sonderhäftling in das KZ
Dachau
bei München in Kommandanturarrest.
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Liquidierungsbefehl. Vollstrecker. Krematorium. Zeitzeuge
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| 9.4.1945 | |
Ermordung von Georg Elser im KZ Dachau durch Genickschuss. Seine Leiche wird im Krematorium des KZ Dachau verbrannt.
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