Georg Elser: Die Opfer des Attentats

Seit der Machtübernahme im Jahre 1933 gedachten die Nationalsozialisten jedes Jahr
des gescheiterten Hitlerputsches vom November 1923. Zum Treffen der alten Kämpfer
am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller, bei dem Adolf Hitler wie immer persönlich auftrat, waren eingeladen:

  • Teilnehmer des Putschversuchs und die Hinterbliebenen der damals ums Leben gekommenen sechzehn Nationalsozialisten
  • Gäste des Führers
  • Reichs- und Gauleiter
  • Obergruppen- und Gruppenführer der SA und SS
  • Obergebiets- und Gebietsführer
  • Hauptdienstleiter der Reichsleitung
  • Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes

Bürgerbräukeller 8.11.1939
In der Säule hinter der Hakenkreuzfahne tickt auf Höhe des Galeriegeländers Elsers Bombe
Quelle: Illustrierter Beobachter 16.11.1939

Unter den mehr als zweitausend Gästen waren prominente Nationalsozialisten wie Heinrich Himmler, Rudolf Heß und Joseph Goebbels. Millionen Menschen verfolgten die direkt übertragene Rede an ihren Rundfunkempfängern.

Zum Zeitpunkt der Explosion, die die Decke des Saals zum Einsturz brachte, war Hitler bereits seit 13 Minuten auf dem Weg zu seinem Zug nach Berlin. Unter den noch etwa 120 bis 150 Personen im Saal gab es 8 Tote und 63 Verletzte, davon 16 schwer.

Die Toten des Attentats

Maria Henle  * 12.12.1909
Michael Wilhelm Kaiser  * 21.1.1889
Emil Kasberger  * 3.3.1885
Franz Lutz  * 12.10.1886
Leonhardt Reindl  * 2.11.1882
Eugen Schachta  * 17.10.1907
Michael Schmeidl  * unbekannt
Wilhelm Weber  * 26.8.1902


Quelle: Illustrierter Beobachter 16.11.1939

Bürgerbräukeller in München

Das Schicksal der Opfer - eine bisher bei Elser-Gedenkfeiern verschwiegene Realität

Pressestimmen zu den Opfern

Staatsakt am 11.11.1939 für die Opfer des Attentats

Quandt: In Konflikt geraten

Wenn das Elser-Attentat Erfolg gehabt hätte