2001 hatte
Dr. Hella Schlumberger
aus München die Idee, einen Georg-Elser-Preis zu schaffen,
um Elsers Zivilcourage
von 1939 in die heutige Zeit zu transferieren.
Der laut Statut mit
5.000 Euro dotierte Georg-Elser-Preis wurde von 2001 bis 2007 alle zwei Jahre verliehen an Menschen,
die sich durch besondere Zivilcourage und unerschrockenes Handeln gegen die herrschende Staatsgewalt
hervorgetan haben.
2009 wurde von der
Georg-Elser-Initiative München
ein sogenannter "Georg-Elser-Preis" an die Journalistin Beate Klarsfeld verliehen, der weder mit den
im Statut festgelegten 5.000 Euro dotiert, noch von den laut Statut zuständigen Gremien autorisiert war.
2011 kürte sie - erneut unter Verletzung des Statuts - den Stuttgart-21-Gegner Dietrich Wagner.
Bierdel
geriet vor drei Jahren weltweit in die Schlagzeilen, als er in einem
umstrittenen Flüchtlingsdrama
von den italienischen Behörden festgenommen wurde, weil er mit dem Hilfsschiff Cap Anamur
37 afrikanische Emigranten in Sizilien an Land gebracht hatte.
Preisträger 2005 (Bremen): Verband der Kommitees der Soldatenmütter Russlands
"Die russischen Soldatenmütter
haben sich mutig vor die Panzer gestellt im Russland-Tschetschenien-Krieg",
so Ulrike Hauffe, Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bremen und Jury-Mitglied der
Georg-Elser-Initiative Bremen.
Das vor mehr als zehn Jahren gegründete Kommitee setzt sich, seitdem die jungen
russischen Rekruten nicht länger nach Tschetschenien geschickt werden, heute vor allem
gegen Misshandlung und Unterversorgung in den Kasernen ein. Trotz massiven Drucks von Seiten des
Militärs verstecken sie immer wieder Rekruten, die vor Repressionen aus der Armee geflohen sind.
Dokumentation
Preisträger 2003 (Heidenheim): Dr. Winfried Maier
Maier war als Staatsanwalt der Ermittler im Steuerstrafverfahren
gegen den Waffenhändler Schreiber, Ex-Staatssekretär Pfahls, Max Strauss, CDU-Schatzmeister Kiep und
andere. Seine Ermittlungen, die lösten den CDU-Spendenskandal aus.
Maier setzte sich ohne Rücksicht
auf persönliche Nachteile für die Unabhängigkeit der Justiz ein. Er ist heute
Familienrichter in Augsburg. Gedenkschrift
Preisträger 2001 (München): Jürgen Quandt
Quandt
hat sich als Pfarrer der evangelischen Heilig-Kreuz-Gemeinde in Berlin-Kreuzberg
um das Kirchenasyl verdient gemacht. Bereits 1983 hat er von Abschiebung
bedrohten Familien Kirchenasyl gewährt und ist immer noch aktiv in der Asylbewegung tätig. Der erste Georg-Elser-Preis
wurde von der
Georg-Elser-Initiative München verliehen.